STADTWERKSTATT
BERLINER MITTE
DOKUMENTATION
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Wer gestaltet eigentlich die Berliner Mitte?
Die Antwort darauf ist: Viele! Und wir wollen, dass es noch mehr werden!

Denn erst die Vielfalt an Perspektiven, Wissen und Erfahrungen ermöglicht gute Lösungen. In dieser digitalen Dokumentation können Sie die Entwicklung der Stadtwerkstatt vom ersten Tag an mitverfolgen, sich in einzelne Projekte vertiefen und sich ein Bild davon machen, wie gemeinsam die Berliner Mitte gestaltet wird!

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Worum geht’s?

Die Berliner Mitte gemeinsam gestalten!

Die Berliner Mitte gemeinsam gestalten. Das möchte die Stadtwerkstatt Berliner Mitte ermöglichen. Die Idee entstand aus dem Gedanken, die 10 Bürgerleitlinien von 2015 mit Leben und Projekten zu füllen. Das braucht Zeit und noch mehr Anstrengung. Wir sehen diese Aufgabe als Reise, die uns räumlich, zeitlich und inhaltlich zu vielen Stationen fährt. Und weil dies eine ziemlich große Aufgabe ist, sind wir insgesamt drei Jahre unterwegs.

Zu Beginn dieser Reise haben wir eine Kultur entwickelt, die auf gegenseitige Wertschätzung im Prozess und das Streben nach einer guten Lösung im jeweiligen Projekt besonderen Wert legt. Das ist uns wichtig, um nicht nur miteinander zu reden, sondern auch gemeinsam zu Ergebnissen zu kommen. Dabei haben wir schon viel erreicht: Die Bürger*innen, Verwaltungen und Institutionen beginnen sich bei der Arbeit an einer neuen Berliner Mitte immer mehr als Partner zu sehen. Informationen werden offener als früher ausgetauscht und es wird an einer neuen gemeinschaftlich orientierten Form der Stadtgestaltung gearbeitet.

Mit Beginn der Pandemie hat die Reise der Stadtwerkstatt eine neue, völlig unerwartete Wendung genommen. Neue Werkzeuge haben es uns ermöglicht die Veranstaltungen in den digitalen Raum zu verlagern. In zahlreichen Videokonferenzen kamen Verwaltung, Stadtgesellschaft und Institutionen zum Austausch zusammen. Auf digitalen Pinnwänden und Karten sind dieses Jahr insgesamt viele Empfehlungen entstanden. Diese werden in die Projekte eingebracht und es wird der Stadtgesellschaft berichtet, wie sie berücksichtigt werden. Wie wir den Prozess der Stadtwerkstatt weiter gestalten und was wir auf dem Weg erlebt und gelernt haben, können Sie in dieser Dokumentation hier nachlesen. Vielleicht bekommen Sie ja auch Lust, uns auf der weiteren Reise zu begleiten?

Bild: Institut für partizipatives Gestalten | R.Wehking

DIE STADTWERKSTATT

Was ist die Stadtwerkstatt?

In der Stadtwerkstatt wird die Berliner Mitte gemacht. Hier (am Ort der Stadtwerkstatt) treffen sich Verwaltung, Stadtmacher*innen, Öffentlichkeit und Politiker*innen zum Austausch und gemeinsamen Arbeiten. Geschaffen wurde der Prozess der Stadtwerkstatt von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen. Der Raum der Stadtwerkstatt befindet sich mitten im Projektgebiet in der Karl-Liebknecht-Straße 11.

In der Stadtwerkstatt haben wir begonnen die Projekte öffentlich mit vorzubereiten, die jetzt anstehen. Unser Ziel ist dabei, gemeinsam Projekte in der Berliner Mitte zu gestalten anstatt nur zu Reden. Das ist nicht immer einfach. Diese Projekte waren z.B. die Wohnungen in der »Breite Straße«, die Freiraumgestaltung des Rathaus- und Marx-Engels-Forums, das neue Stadtviertel am Molkenmarkt, das Flussbad und der Garten der ESMT, um nur einige zu nennen. Alle Projekte sind groß und vielschichtig. Dadurch wird es leider einige Jahre dauern, bis unsere Arbeit daran sichtbar wird.

Viele Grundstücke in der Berliner Mitte gehören dem Land Berlin. Das ist eine einmalige Chance, auch im Vergleich zu vielen anderen europäischen Städten. Daher besteht die besondere Möglichkeit in der Mitte von Berlin öffentlichen Wohnungsbau zu betreiben. Diese Chance will Berlin unbedingt nutzen. Die Stadtwerkstatt ist der Ort, an dem diese Projekte vorgestellt werden, um in den Spielräumen der Planung mit Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Verwaltung und Politik gemeinsam sinnvolle Lösungen zu entwickeln, die einen breiten Konsens finden.

Bild: SenSW | Maren Schütze

Wie funktioniert’s?

So funktioniert die Stadtwerkstatt

Die Stadtwerkstatt auf ihrer Reise zu begleiten ist ganz einfach: Seit dem Auftakt am 20.9.2018 bietet das Team Stadtwerkstatt den Berliner Bürger*innen viele verschiedene Möglichkeiten sich einzubringen. Unsere Projektwerkräume finden alle zwei Monate statt. Dort informieren Verwaltung und Projektträger über die gerade anstehenden Projekte, den Arbeitsstand und die Möglichkeiten der Beteiligung. Danach wird gemeinsam mit den Teilnehmer*innen an Fragen gearbeitet, die sich aus dem Projekt ergeben. Aus den Beiträgen und den Diskussionen werden dann Empfehlungen erarbeitet, die in die weitere Planung mit eingebracht werden.

Unser monatliches Treffen der in der Stadtwerkstatt aktiven Bürger*innen nennen wir »Forum«. Es findet immer am zweiten Mittwoch im Monat im Raum der Stadtwerkstatt statt. Hier können Sie sich vernetzen, eigene Projekte einbringen oder einfach nur Neuigkeiten austauschen. Wenn Sie schauen wollen, ob Sie Spaß an der Arbeit in und mit der Stadtwerkstatt haben, kommen Sie doch einfach vorbei. Die Stadtwerkstatt packt hin und wieder ihre Sachen und kommt raus zu den Projekten: Im Sommer finden unsere Pop-Up-Werkräume am Ort des Geschehens statt. Hier können sich Bürger*innen direkt vor Ort informieren und auch Empfehlungen erarbeiten. Die Mitarbeiter*innen von Verwaltungen und Projektträgern stehen dann für Gespräche in gemütlicher Atmosphäre bereit. So kann gemeinsam auch einmal ganz informell über Projekte nachgedacht werden. Der direkte Austausch fördert das Verständnis für das Projekt und die Arbeit der beteiligten Personen. Im Raum der Stadtwerkstatt finden Sie auch unsere Ausstellung. Sie ist unser wachsendes Reisetagebuch. Dort sehen Sie, was wir schon geschafft haben und welchen Weg wir bereits zurückgelegt haben. Vor bestimmten Projektwerkräumen finden Sie hier auch eine Station zum mitmachen. Hier stellen wir vorweg Fragen, die für den Projektwerkraum wichtig werden. Wenn Sie lieber für sich oder mit einer eigenen Projektgruppe an einem Projekt in der Berliner Mitte arbeiten möchten, sind Sie zu unseren offenen Werkstattzeiten herzlich willkommen. Wir freuen uns, wenn Sie uns mit Ihrem eigenen Projekt auf der Reise der Stadtwerkstatt begleiten. In der offenen Werkstatt steht Ihnen der Raum zur Verfügung – mit Material, Getränken und WLAN. Das Team der Stadtwerkstatt ist zu diesen Zeiten ansprechbar und freut sich auf gute Gespräche und neue Gesichter.

Pandemie bedingt hat auch die Stadtwerkstatt Ihre Arbeit ab März 2020 in den digitalen Raum verlegt. Wie die Stadtwerkstatt digital funktioniert und trotz physischer Distanz die Berliner Mitte weiter gemeinsam gestaltet wird, lesen Sie in der Jahresdokumentation 2020. Infobox: Empfehlungen der Bürger*innen In den Werkräumen werden Empfehlungen für die Projekte erarbeitet. Diese werden dann von den verantwortlichen Verwaltungen geprüft an die Projekte weitergegeben. Wie mit den Empfehlungen in den Projekten weitergearbeitet wird, berichtet die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen regelmäßig zu den jeweils nächsten Veranstaltungen. Alles Dokumentationen finden Sie hier: https://www.berlin.de/stadtwerkstatt/ergebnisse/

Gut zu wissen:

Empfehlungen der Bürger*innen

In den Werkräumen werden Empfehlungen für die Projekte erarbeitet. Diese werden dann von den verantwortlichen Verwaltungen geprüft an die Projekte weitergegeben. In den letzten sieben Projektwerkräumen bis Ende 2019 wurden insgesamt 157 Empfehlungen erarbeitet. Wie mit den Empfehlungen in den Projekten weitergearbeitet wird, berichtet die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen regelmäßig zu den jeweils nächsten Veranstaltungen. Dies kann auch in den Dokumentationen unter
ARD Tagesschau eingesehen werden.

Was ist das Ziel?

Gute Ergebnisse machen einen Unterschied

Wenn wir mit der Stadtwerkstatt etwas bewegen wollen, brauchen wir gute Ergebnisse. Mit denen können wir dann die Projekte weiter bringen und diejenigen überzeugen, die sie umsetzen. Dies schaffen wir aber nur gemeinschaftlich und nicht gegeneinander. Aus diesem Grund hat sich die Stadtwerkstatt zu Beginn ihrer Reise drei Prinzipien gegeben: zusammen arbeiten, zusammen gestalten und zusammen sein. Die Umsetzung dieser Prinzipien erreichen wir Schritt für Schritt.

Wir, das Team Stadtwerkstatt, die Teilnehmer*innen und die beteiligten Verwaltungen lernen mit der Dauer der Reise immer mehr dazu: Je länger wir zusammen diesen Weg gehen, desto bessere Ergebnisse entstehen, und desto größer wird das Vertrauen in die gemeinsame Reisegruppe und ihre Fähigkeiten. In den Projekten mit ausreichend Gestaltungsspielräumen werden die Ergebnisse besonders gut und sind als Empfehlungen für die weitere Entwicklung der Projekte hilfreich.

Auf dem Pop-Up zum Molkenmarkt haben die Teilnehmer*innen zum Beispiel viele gute Zukunftsbilder für die Gestaltung des neuen Quartiers gezeichnet. Dadurch kann die Planung des neuen Wohnviertels auf die Bedürfnisse und Vorstellungen zukünftiger Bewohner*innen besser angepasst werden. Im Projektwerkraum zum Rathausforum haben die Teilnehmer*innen Ergebnisse geschaffen, die Experten nicht hätten erarbeiten können: Sie haben die Geschichten und Atmosphären des Ortes gesammelt. Die stehen den Planern des Wettbewerbs als eine Grundlage für ihre Entwürfe der neuen Freiräume zur Verfügung.